hier werden die Restaurationsarbeiten nach fortlaufendem Datum dokumentiert



Im November 2016 wurde bei Hubert, im Rahmen des normalen Unterrichts beim Thema Achsvermessung,  diese vermessen und eingestellt. hier einige Bilder.
Die Achsvermessung erfolgt per Computer. Dazu müssen aber Sensoren an den Rädern angebracht werden mit denen die Istdaten vermessen werden.
Es wurde nur die Vorderachse vermessen und eingestellt. An der Hinterachse (Starrachse) kann nichts eingestellt werden.

Die beiden Bilder des Computerbildschirms unten zeigen die Messwerte vor und nach der Einstellung. Vor der Einstellung betrug der Spurwinkel noch -1:41 Grad, Die Räder sind also um diese -1:41 Grad nicht parallel. Dies würde langfristig zu einseitiger Abnutzung der Reifen führen. Die Vorgebewerte für den MGB sind +1,5mm bis +2,4 mm Vorspur. Dies muss nun für den Vergleich mit der Messung in Grad umgerechnet werden ( siehe dazu den Link hier). Bei 14 Zoll Reifen sind dies ca. + 0:14 bis +0:24 Grad. Beim Einstellen ist der kleinere Wert zu nehmen. Die Spur wurde dann auf + 0:08 Grad eingestellt. Hier sind die Räder optimal parallel und bieten optimalen Fahrbahnkontakt. Der Sturz ist mit 1:13 / 0:23 zwar nicht absolut senkrecht (Sollwert 0 Grad) aber in der zulässigen Toleranz. Einstellen kann man sowieso nichts ( siehe auch hier) . Wenn der Wert außerhalb der Toleranz ist (siehe Werkstatthandbuch) deutet dies auf ausgeschlagene Achsschenkelbolzen oder im "worst Case" auf verbogene Achslenker Teile. 

Wer sich intensiver für die Thematik interessiert kann hier auf eine interessante Internetseite zum Thema klicken.

 

Projekttag von 12.7.2016, dem letzten geplanten Projekttag im Projekt.

 

hier sollte das Fahrzeug fertig für die Hauptuntersuchung gemacht werden, die dann im Anschluss, nachmittags dann stattfand.

 

folgende Arbeiten sollten erledigt werden:

 

  1. Einbauen der Ersatzteile (Scheibenendanschlaggummis, Heckemblem, Seitengummis Windschutzscheibe).
  2. Instandsetzung Hupfunktion
  3. Einstellen der Spaltmaße von Heckklappe und Motorhaube
  4. Reinigen und Polieren des Fahrzeugs
  5. Einbau des Verdecks
  6. Diverses sonstiges

Instandsetzen der Hupfunktion:

Zuerst wurde mit einer Batterie die Hupfunktion überprüft. Es floss Strom aber es entstand kein Hupton.

Zur Fehlersuche wurde die Hupe zerlegt.
Der Innenzustand war sehr sauber und es konnten hier keine Probleme festgestellt werden.

Wirkmechanismus der Hupe. Das Innere besteht aus 2 Elektromagneten mit Polen (Bild Mitte). Diese ziehen ein Eisenjoch an, das an der Hupmembran befestigt ist (Bild links). Daran ist ein Stift befestigt, der auf den Schalter in der Mitte drückt. Dieser unterbricht den Strom der beiden Magnete und die Membran federt zurück. Dadurch wir der Kontakt freigegeben und der Magnet zieht wieder an. Durch diese Schwingung entsteht über die Membran der Ton. Außen gibt es nun eine Einstellschraube ( im Bild links , links neben der Befestigungsschraube). Diese muss nun so eingestellt werden, dass das Öffnen/Schließen des Kontaktes optimal abläuft. Am Besten schließ man dazu die Hupe an eine Batterie an.

In unserem Fall hatte die Hupe ja nicht gehupt aber es floss Strom. Offenbar wird in dieser Stellung der Kontakt nicht geöffnet. Wir drehten die Einstellschraube zuerst einige Umdrehungen nach links. Dabei keine Veränderung des Verhaltens, also falsche Richtung. Bei Drehung nach rechts begann die Hupe nach einigen Umdrehungen zu hupen.

Der Ton war jedoch leise und nicht schön, so dass wir uns dazu entschlossen eine andere vorhandene Hupe einzubauen. Diese gab auf Anhieb einen sehr lauten Ton ab. Problem war, dass diese Hupe nur einen Anschluss hatte Der Strom fließt von diesem Anschluss (+) zur Besfestigungsschraube (-). Unser Fahrzeug hatte jedoch einen Massekontakt als Hupknopf. Dies funktioniert nur mit einer Hupe mit 2 Anschlüssen. Einer liegt auf Dauerplus und der andere wird über den Hupknopf af Masse gelegt und es fließt ein Strom. Mit einem Relais (Schließer) kann man das Signal des Hupknopfes jedoch umdrehen, so dass die Hupe bei Betätigen des Hupknopfes positive Spannung bekommt.

Dazu Eingangsseite des Relais und eine Seite des Spule auf Dauerplus legen. zweite Seite des Spule auf den Hupknopf legen (Masse) diese zieht jetzt an wenn der Hupknopf auf Masse legt. An der Ausgangsseite des Relais liegt jetzt positive Spannung (12V) an.  Das Relais wurde mit seiner Befestigungslasche direkt an der Hupbefestigungsschraube angebracht (siehe rechtes Bild).  

 

Einstellen der Spaltmaße:

An der Haube wurden 2 neue Endanschlaggummis montiert. Der Einrastzapfen der Haube kann verstellt werden, so dass die Höhenlage der Haube fluchtend zum Kotflügel eingestellt werden kann.

Beim Kofferraumdeckel wurde festgestellt, dass die Stütze nicht vollständig einfährt und so die Klappe in geschlossenem Zustand um 5 mm hochdrückt. Dies wurde behoben und so konnten die Spaltmaße optimal eingestellt werden.

Siehe dazu die folgenden Bilder.


Projekttag vom 27.7.2016

jetzt ist wieder Schluß mit Lustig - Schrauben ist angesagt. Schraubertag am 27.Juni

Es liest sich immer so einfach - wie beispielsweise der ToDo Plan für den heutigen Schraubertag. Folgende Arbeiten sollen erledigt werden:

  • Beleuchtung final prüfen
  • Zierleisten anbringen
  • Anschlag / Gummis
  • Gaspedal ausrichten
  • Hauben ausrichten
  • Hupe
  • Verdeck montieren
  • Innenverkleidungen montieren

Doch wie so oft steckt bei einer Oldtimer Restaurierung der Teufel im Detail. Durch die Lackierung sind die Öffnungen für die Nieten der Chromleisten zu klein - Farbreste müssen vorsichtig entfernt werden um die Halterungen für die Chromleisten anzubringen. Die Zierleisten sind in hauchdünnem bläulichen Plastik eingeschweißt - dieser Überzug muß mit Nitro Stück für Stück entfernt werden. Das kann schon gute 15 Minuten pro Zierleiste dauern und man braucht anschließend nicht mehr am Edding zu schnüffeln. Der Nitrogeruch macht richtig high! Alle Leuchten funktionieren - nur eine Rückfahrleuchte nicht. Wo steckt der Fehler! Also - alles nochmals durchmessen. Die Innenverkleudungen müssen vor dem Einbau gereinigt werden - auch das kostet viel Zeit. Hei, was ist das? In der Verkleidung zum Kofferraum sind ja noch die Löcher der ehemaligen Lautsprecher. Natürlich wurden diese bei der Restauration der Karosserie fachmännnisch mit Blech zugemacht - aber jetzt fallen die Aussparungen in der Verkleidung natürlich besonders auf. Also - heute kein Einbau sondern klare Aufgabe: "die müssen wir neu beziehen. Vielleicht bekommen wir von Jemandem ein Stück schwarzes Restleder oder Kunststoff. Beziehen können wir das dann hier in der Schulwerkstatt", so die klare Stellungnahme von Herrn Vetter. Also, wenn ein Clubmitglied der FhF noch einen schwarzen Leder- oder Kunststoffrest hat - bitte melden! Tja, das ist der Alltag bei der Restauration unserer Huberta. (ja, richtig gelesen - aus Hubert wurde Huberta. So finden sich beide Schulen, die Hubert Sternberg Schule und die Bertha Benz Realschule, im Namen wieder). Die Zeit drängt, Huberta soll in diesem Schuljahr fertig werden und anlässlich einer Ausfahrt der FhF die Jungfernfahrt absolvieren. Hier einige Bilder dieses arbeitsintensiven Tages des Teams Karosserie:

Projekttag vom 2.5.2016

 

Schwerpunktthema war es, den Motor wieder zum Laufen zu bringen.

Nach Prüfung des OT und der Zündfolge wurden die Zündkabel entsprechend aufgesteckt und die Zündung grob auf spät gestellt. Nach Einstellen des Benzindrucks wurde der Motor gestartet und lief unter "Husten"  an.

Ein Film den Andreas gemacht hat kann auf der FHF Homepage Adresse :  http://www.fhf-wiesloch.org/schulprojekt/

heruntergeladen werden.

Danach wurde der Zündzeitpunkt mit einer Zündpistole eingestellt und der Motorlauf danach an der Vergasereinstellschraube. Der Motor springt jetzt super an und läuft sehr langsam und rund im Leerlauf. 

 

Priorität 2 war die Montage der Hauben und Türen die unbedingt vor dem Lackfinish eingebaut werden mussten.

Die Kofferraumhaube ging nur sehr schwer auf. Zum Einstellen legte sich ein Schüler in den Kofferraum, da das Zusammenspiel von Bügel und Schloss von außen nicht erkannt werden konnte.

Am 4.5. wurde von den FHF noch ein Zusatztermin erbracht, an dem die Sitze und Innenverkleidungen montiert wurden.


Projekttag vom 18.4.2016

 

An diesem Tag hatte sich kurzfristig Nick Schader, ein Redakteur des SWR, angekündigt um eine Reportage vom Schraubertag für >>Dasding, die junge Welle, zu machen. Der Teamsprecher des Elektro Teams wurde von Nick Schader interviewt und hat ihm das Projekt kurz erläutert. Mit Videosequenzen von diversen Tätigkeiten hat er folgendes Video geschnitten, das einen Eindruck vom Projekt und dem Schraubertag gibt.

Mit folgendem Link kann man sich das Video auf Facebook ansehen.

 

Herr Vetter hatte zuvor mit einem ersten Lehrjahr den neuen Chrom Kühlergrill eingepasst und angeschraubt. weiter ging es dann mit der der Frontscheibe und den ersten Anbauteilen (Nippel für Verdeck)

Im Motorraum wurde der gesäuberte Druckminderer für die Kraftstoffpumpe installiert und mit einem Manometer eingestellt.

Das Elektroteam vervollständigte die Anschlüsse der hinteren Lampen. Die Blinker funktionierten jedoch nicht. Es wurde festgestellt, dass am Blinkgeber kein Strom ankam. Im Schaltplan kam diese Leitung (Farbe grün) direkt vom Sicherungskasten. Dort lag Spannung an, also musste im Kabelbaum eine Unterbrechung sein. Da die Entfernung jedoch nur 50cm betrug, wurde eine neuen Leitung gelegt. Danach funktionierten die Blinker sofort.

 

Das Teilteam Hauben/Türen vervollständigte die Türen (Innengriffe), säuberte die Innenverkleidung und bereitete Kofferraum- und Motorhaube für den Einbau vor. 


Projekttag von 4.4 2016

Eingeteilt waren die Gruppen Karosserie und Elektrik.

Während die Gruppe Karosserie die Türen innen vormontiert, kann die Gruppe Elektrik ungestört am Fahrzeug arbeiten und die Lampen montieren und anschließen.

Aufgabe der Gruppe Karosserie war es daher, die Teile der Türen zu suchen, zu sortieren und g.g.F. wenn noch nicht erfolgt zu reinigen. Dazu wurden aus dem Werkstatthandbuch die entsprechenden Seiten kopiert und aus dem Limora Ersatzteilkatalog (Bild links unten,

Ersatzteilkatalog Seiten 556-575) die Seiten mit den Ersatzteilzeichnungen der Türen. Hieraus sind die Teile, die gesucht werden müssen ersichtlich sowie auch die ungefähre Reihenfolge und Lage beim Zusammenbau. Rechts unten liegen die großen Teile einer Türe, oben die vordere Führungsschiene der Scheibe mit dem Ausstellfenster, darunter die Trapezführung der Scheibe. Sinnvoll wäre es gewesen (so sollte man es machen wenn man alleine ist) die Ausbauschritte mit Bildern Schritt für Schritt zu dokumentieren. Da die Demontage aber von vielen Schülern in relativ kurzer Zeit gleichzeitig durchgeführt wurde, konnten wir das nicht so machen. Der Zusammenbau wurde also nur mit den Bilder links und links-unten gemacht. Das "Puzzle" bestand aus 197 Positionen. Dies sind die Positionen der Limora Ersatzteilliste. Man kann sich vorstellen, dass es einige Zeit dauert bis alles gefunden ist da die "Ablage " der Teile aufgrund der vielen Beteiligten nicht exakt "baugruppenorientiert" abgelaufen war. Für den Inneneinbau (Schloss, Schlossbetätigung Scheiben-/Führungen) wurde aber alles gefunden.

 

Mit Lösungsmittel wurden die diversen Teile gereinigt und mit Poliermittel poliert. Zuerst muss das Schloss eingebaut werden (wegen der Zugänglichkeit).

Der Schließzylinder wird dabei zuerst so in die Karosserie eingedrückt, dass in der Mittelstellung, bei der der Schlüssel herausgezogen werden kann, dieser senkrecht nach oben zeigt. Das Schloss muss dann so in die Tür eingeführt werden , dass der Schließhebel in die Gabel des Schlosses hineinragt. Jetzt muss aber sofort die Schließfunktion geprüft werden. In unserem Fall war der Schließbügel geringfügig dejustiert. Man konnte nur zuschließen und nicht aufschließen. Durch geringes Verbiegen des Schließbügels in die richtige Richtung konnte dieses Problem gelöst werden. Jetzt muss der Türgriff eingebaut werden. Nach dem Einbau der Scheibe kommt man hier nicht mehr richtig heran.

Zuerst wurde jetzt ein neues Dichtgummi mit Blindnieten in die Tür eingenietet (siehe Bild unten).

Der Einbau der Scheibe geht folgendermaßen vonstatten.

Zuerst die Scheibenführungen einbauen. Diese unten am Sockel festschrauben (wenn die Scheibe eingebaut ist kommt man nicht mehr dran) Die Schrauben der beiden Sockel (unten an der Führung), die von außen zugänglich sind aber locker lassen. 

Jetzt das Führungstrapez (mit Kurbelmechanismus) durch die Wartungsöffnung einführen (Lage 2/3 unten).

Das Führungstrapez muss noch lose bleiben (nicht angeschraubt) sonst können die unteren Rollenführungen der Scheibe nicht in die untere Führungsleiste des Trapez eingeführt werden.

Jetzt die Scheibe zur Hälfte einschieben.

Jetzt müssen die Rollenführungen der Scheibe in die untere Führungsleiste eingeschoben werden. Dazu trapes nach hinten schieben und dort einführen danach nach vorne schieben und dort einführen.  Jetzt das Trapez so verschieben, dass die vier Halteschrauben des Kurbelmechanismus eingeschraubt werden können. Hier aber aufpassen. Die dürfen nicht zu lang sein sonst klemmt der darunter liegende Trapez Mechanismus (bei Gewalt Gefahr der Beschädigung !!!)

Damit die anderen 3 halteschrauben im hinteren Teil in die Löcher fluchten muss man die Kurbel aufsetzen und so drehen das die Schrauben fluchten. Jetzt können auch die Schrauben der Scheibenführung angezogen werden.

Die Rückspiegel bestehen aus trapezförmiger Grundplatte und aufgesetztem Spiegel der aufgesetzt und mit einer Madenschrauben von hinten befestigt werden kann. Um die Grundplatte aufzuschrauben muss jetzt die Scheibe ganz nach oben gekurbelt werden. Eine Person fixiert dazu die Grundplatte und die zwei Schrauben nach innen von außen. Die zweite Person setzt dann mit einigermaßen gelenkigen Fingern die Muttern innen auf. Dies muss von der vorderen Wartungsöffnung nach oben erfolgen.

Der Einbau der Türgriffe innen und der Verkleidung erfolgt beim nächsten Projekttag.  

 

Die Gruppe Elektrik nahm sich der Verkabelung der Motorelektrik und der Lampen an. Zur Sicherung gegen einen Kurzschluss im Kabelstrang wurde eine 55 Watt Birne zwischen + Pol der Batterie und + Klemme des Batterie Kabels geschaltet. Gibt es einen Kurzschluss, weil z.B. ein nicht angeschlossenes Kabel  an die Karosserie kommt so leuchtet die Lampe aber es fließen nur 4,5 Ampere. Wäre die Batterieklemme ohne Lampe dazwischen angeschlossen so würde ein sehr hoher Strom fließen, des im schlimmsten Fall zu eine durchgeschmorten Kabel im Kabelstrang führen würde.

Bei einem vorigen Restaurationsprojekt, an dem ich beteiligt war, konnten wir so einen Wackelkontakt im Kabelstrang identifizieren und beheben. Dies ist natürlich viel einfacher, wenn das Fahrzeug noch nicht fertig zusammengebaut ist, oder was der Schlimmste Fall ist, dies erst auf den Probefahrten zu Problemen führt. 

Das Team teilte sich auf in eine Teilgruppe hinten und vorne und konnte so parallel arbeiten.

Es konnte so ein großer Teil der elektrischen Verbraucher angeschlossen werden.


Projekttag vom 21.3.2016

weitere Arbeiten im Motorraum:

Einbau Hauptbremszylinder, Kupplungsgeberzylinder und die zugehörigen Pedale.

Einbau neuer Gaszug und Chokezug

Einbau neue Tachowelle.

Einbau weiterer Kühlwasserschläuche.

 

In den Bildern nachfolgend:

Sortieren und Reinigen der Lampen und elektrischen Komponenten.

Teilweise Einbau von Lampen.

Einbau der Auspuffanlage.

 

Wie oben und unten zu sehen ist, wurden auch schon die neuen Chromstoßstangen montiert. Die äußeren Halter mussten jedoch mit eigen gefertigten Haltern ersetzt werden, da sie nicht passten, wohl weil noch die Kotflügel des Gummimodells montiert waren.

 


Projekttag vom 4.3.2016

Nachdem nun der Motor und Getriebe eingebaut waren, ging es an die weiteren Komponenten im Motorraum.

Auf den ersten Blick fiel auch die letzte Schmuddelecke im Motorraum auf, die Halterung mit Kupplungsgeberzylinder und Hauptbremszylinder (siehe roter Pfeil oben links) Die war beim Strahlen und lackieren ausgespart worden, wohl um diese Bauteile nicht zu beschädigen. Da der Vorbesitzer uns einen neuen Hauptbremszylinder mitgegeben hatte lag die Notwendigkeit nahe diesen Bereich zu demontieren und bei dieser Gelegenheit auch vollständig zu sanieren.

Wie man an den nachfolgenden Bildern sieht wurde das Halteblech und die Bremspedale von den Schülern vollständig entrostet, grundiert und lackiert. Das freiwerdende Stück Karosserie wurde mit dem Lackrest vom Lackieren gestrichen (nachfolgend noch unbehandelt)

Für Demontage und Zusammenbau der Hydraulikzylinder wurde folgendes Bild aus dem Ersatzteilkatalog von Limora kopiert. Die Anordnung der Teile für den Zusammenbau ist dort gut zu erkennen. 

Weitere Komponenten waren nun der Kühler und der Auspuff und die Sitzschienen. Diese wurde ebenfalls vollständig entrostet und mattschwarz (hitzebeständig) lackiert.

Im Unterbodenbereich wurden alle Verschraubungen von Fahrwerk und Kardan nochmals kontrolliert und angezogen.

Besonders wichtig ist auch die Kontrolle und Einstellung des Bremsschlauchs vom Fahrwerk zum Radträger. Dieser muss so eingestellt werden dass zwischen dem Schlauch und Rad und Karosserie ein maximal möglicher und gleicher Abstand entsteht. Dies wird in beiden Endlagen des Lenkeinschlags kontrolliert. Der Schlauch darf in beiden der Endlagen keine Berührung haben sonst besteht die Gefahr des Durchscheuerns und in Folge des Bremsversagen. Da das Fahrzeug schon eine Zweikreisbremsanlage hat würde in diesem Fall aber nur ein Kreis ausfallen.

Das Einstellen erfolgt durch Lösen der Kontermutter am Bremsschlauchhalter. Dieser kann dann verdreht werden und muss in die optimale Lage gebracht werden.  

In Abwesenheit der Elektriker begann Günther schon sich um den Kabelbaum zu kümmern. Dieser wurde geordnet, positioniert und Teilstänge mit Spiralband umhüllt.

es wird aber auch nicht verschwiegen, dass uns ein kleines Missgeschick passiert ist.

Durch das Auf und ab mit der Bühne war das Fahrzeug offenbar einmal ganz auf den Rädern gestanden und dabei ca. 20-30 cm zurückgerollt. Wie nach der Mittagspause das Fahrzeug angehoben wurde rutsche es von den vorderen Aufnahmetellen auf die Arme der Bühne und wurde am Kotflügel unten im Radlauf leicht beschädigt. Dies muss dann  von der Karosseriegruppe ausgebessert werden und beim polieren bei Fa. Schmidt auch noch überlackiert werden. Das ist zwar ärgerlich ist aber bestimmt nicht bewusst passiert.


Projekttag vom 22.2.2016

Nachdem Hubert nun am 5.2.16 lackiert von der Fa. Schmidt abgeholt worden war, im Bild neben Herr Vetter der Lehrer mit erfreutem Gesicht, konnte nun mit dem Aufbau des Fahrzeuges begonnen werden.

Die Projektorganisation wurde für den Zusammenbau so geändert, dass nur jeweils die Hälfte der Schüler am Projekttag beteiligt waren. Die andere Hälfte hatte regulären Unterricht. Heute war der Plan, die Vorderachse und den Motor in das Fahrzeug einzubauen. Aus diesem Grund waren die Schüler der Teams "Achse" und "Motor" zum Projekttag eingeteilt.

Erste Aufgabe war es, die abgeklebten Kabelbäume und Bremsleitungen auszupacken. Dies übernahmen die Schüler der Gruppe "Motor" da Motor und Getriebe schon weitgehend vorbereitet waren (siehe unten)

Die Gruppe Achsen musste noch die neuen Bremsscheiben einbauen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Radlager gesäubert und mit neuem Fett gefüllt.

Zum Einbau der Achse wurde diese auf einer Werkbank positioniert, die dann unter das Fahrzeug auf der Hebebühne geschoben wurde. Die 4 Verbindungsbolzen wurden mit Kabelbinder gesichert, so dass sie nicht nach unten herausfallen konnten. Das Einführen in die Achsträgerhülsen erfolge durch absenken des Fahrzeuges. Ein Schüler überwachte dabei die Positionierung sehr genau. Das Befestigen der Achse am Fahrzeug war so kein Problem.

 

 

Nachdem nun auch die Lenkung eingebaut war, war alles bereit für den Einbau von Motor mit Getriebe.

Mit einem fahrbaren Hubgalgen wurde Motor mit Getriebe in den Motorraum eingehoben. Dies ist sehr diffizil da zuerst schräg angesetzt werden muss und danach aber das Getriebe hinten über die Traverse kommen muss. Mit den vielen Helfern konnte dies jedoch problemlos bewältigt werden.


Schwierig war es auch die Motorlagerblöcke einzuführen. Dazu muss der Motor jeweils noch etwas angehoben und zur Seite gedrückt werden.

Hinten wird das Getriebe mit einer Traverse gehalten. Diese wird zuerst an das Getriebe geschraubt. Danach wird sie mit einer Hydraulikstütze angehoben, so dass die Schrauben an der Karosserie befestigt werden können.

Als letztes wird die Antriebswelle über die Traverse eingeführt und verschraubt.

Das Interesse am Projekt ist sehr groß. So hat uns am Projekttag Bürgermeister Sauer (zweiter von links im Bild)besucht der selbst einen MGB vergleichbaren Baujahres hat. Auch Herbert Schmidt vom Club hat uns an diesem Tag besucht.

 

Die Arbeitsinhalte für den Projekttag am 7.März sind wie folgt:

Einbau der Blinker und Lampen durch das "Elektro Team". Diese beginnen auch mit den elektrischen Anschlüssen im Motorraum.

 

Einbau von Stoßstangen und Kühlergrill durch das Team "Karosserie". Hier steht danach das Anbringen von vielen Kleinteilen in die Karosserie an.  

Projekttag vom 11.1.2016

 

Abweichend von der Planung wurde das Fahrzeug leider noch nicht rechtzeitig lackiert angeliefert. Auf dieser Basis wurde eine neue Tagesordnung für die Montage des Fahrzeuges erstellt.

 

Links die Teamaufstellung für die Montage des Fahrzeuges. Für jedes Team wurde ein Teamleiter und ein Vertreter festgelegt.

 

Für diesen Tag wurde folgende Arbeiten festgelegt:

 

 

 


Team Motor

  • Einbau der Sicherungsbleche für die Simmerringe
  • Einbau der Dichtungen für Ventildeckel, Steuerkettendeckel und Wartungsöffnungen
  • Zusammenbau von Getriebe und Motor
  • Einbau der Wasserpumpe
  • Einbau des Zündverteilers
  • Einbau einer neuen Krümmerdichtung und Schrauben

 

 

 


Team Fahrwerk

  • Endüberprüfung des montierten Fahrwerks
  • Überprüfung der Schraubenanzugsmomente mit dem Drehmomentschlüssel
  • Anbringen der Sicherungssplinte

Team Karosserie

  • Säubern und polieren der Karosserieanbauteile
  • Baugruppenbezogen (zum Beispiel Türen) sortieren und bereitlegen
  • Zum sortieren wurden aus dem Werkstatthandbuch und dem Limora-Katalog Baugruppenzeichnungen kopiert 

 

Dabei wurde auch festgestellt, dass Teile fehlen und  defekt sind. Zum Beispiel ist beim linken Türbeschlag eine Niet gebrochen. Dieses Teil muss ersetzt werden. Die fehlenden Teile sind überwiegend Schrauben. Diese können weitgehend aus einem bei Limora beschafften Schraubensatz ersetzt werden.

 


Gruppe Elektrik

 

Da die Elektrik-Gruppe ohne Auto nichts arbeiten konnte, wurde eine Schulung über die Funktionsweise einer Gleichstromlichtmaschine sowie deren Regler durchgeführt.

Abweichend von der Drehstromlichtmaschine im MG-B hat die Gleichstromlichtmaschine die Feldwicklung außen. Innen im Läufer befindet sich nur eine Erregerwicklung für den Nutzstrom. Dieser muss über den Kollektor nach außen übertragen und kommutiert werden. Eine Gleichstromlichtmaschine ist zum Beispiel im MG-A, dem Vorläufer des MG-B, eingebaut.

Mit einer variablen Spannungsversorgung wurde der mechanische Regler eingestellt. Bis 14 V wird das Feld nicht geschwächt. Zwischen 14 und 14,5 V wird auf einen Lastwiderstand umgeschaltet. Ab 14,5 V wird die Feldwicklung kurz geschlossen damit die Ausgangspannung der Lichtmaschine nicht weiter ansteigt.

Die Schulungsunterlage kann in der Gruppe Themen unter Gleichstromlichtmaschine gedownloadet werden.


Projekttag am 21.12.2015

 

Priorität hatte an diesem Tag der Zusammenbau der Vorderachse. Links sieht man die Feder, die mit einem "Federspanner" zusammengedrückt wird und dann wieder in den Achsträger eingebaut wird. Es wurde das Ziel erreicht die Achse wieder komplett zusammenzubauen, so dass sie am ersten Projekttag im Januar (11.1.2016) in die dann neu lackierte Karosserie eingebaut werden kann.

Priorität 2 waren die Arbeiten an Motor und Getriebe. Der Motor war Trockeneis gestrahlt worden und ist mattschwarz mit hitzebeständigem Lack gespritzt worden. hier wurden nun vorderer und hinterer Simmerring ausgetauscht um Ölverlust wie zuvor an diesen Stellen zu vermeiden. Bei nächsten Projekttag müssen noch die neuen Dichtungen in die Wartungsöffnungen und am Ventildeckel eingebaut werden.

Nachfolgend die Arbeiten an Kupplung und Getriebe. Am Getriebe wurden ebenfalls der vordere und hintere Simmerring ausgetauscht um Ölverlust an dieser Stelle zu verhindern.   

Die Gruppe Karosserie hatte die Zeit ohne Fahrzeug genutzt die abgebauten Teile zu säubern und zu ordenen.

Wichtig für den zügigen Einbau ist es, die entsprechenden Teile der Baugruppen schnell zu finden. Dazu wurden die leichteren Teile oben auf einem Tisch plaziert und die schwereren Teile darunter oder stirnseitig am Fenster in Kisten.

Wichtigste Arbeitsmittel sind hier das Werkstatthandbuch für den MGB in Deutsch und der Teilekatalog von Limora mit seinen Baugruppen geordneten Zusammenstellungszeichnungen.

Hier kann man sehen wie die Teile zusammengebaut werden und wie sie aussehen. Wenn etwas fehlt kann es anhand der Bestellnummer sicher zugeordnet und bestellt werden.

 

 

Um die Gruppe Elektro zu schulen, die beim jetzigen Projektstand nichts zu tun hat, wurde mit dieser Gruppe ein Drehstromregler für die Lichtmaschine gebaut. Dies ist sinnvoll als Ergänzung der Überholung der Lichtmaschine.

Zuerst wurde die Regler Schaltung auf einer Elektroniksimulation auf eine Laptop simuliert. hier kann man mit einer Maus die Bauteile auf dem Bildschirm anordnen und mit virtuellen Leitungen verbinden. Virtuelle Messgeräte ermöglichen das Messen von Spannung und Strom an allen Stellen. Der Regler wurde als "Minusregler" für die Schaltung hinter die Erregerwicklung ausgeführt.

Zuerst wurde der Sensor Z-Diode erklärt, die hier als ZB14 bei 13,9 Volt durchbricht und einen Transistor ansteuern kann. Dieser dient als Vortransistor der bei Erreichen von 14,4 Volt (13,8 Durchbruch Z-Diode und 0,5 Volt zur Ansteuerung des Transistors) den Endtransistor abschaltet. So wird das Erregerfeld der LIMA bei Erreichen von 14,4 Volt gebremst. Nach der Simulation auf dem Laptop, bei der schon festgestellt werden konnte, dass der Regler zwischen 14,4 und 14,5 Volt abregelt wurde dieser auch aus 7 Bauteilen gebaut und in das Gehäuse eines defekten Regler eingebaut. Als Test diente variable Stromversorgung und eine Birne die etwa den Widerstand der Erregerwicklung hatte. Diese ist in der Simumation als Widerstand R3 von 44Ohm dargestellt. Diese brannte bis 14,4 Volt und ging bei höherer Spannung dann aus. Eine baugleiche Schaltung wurde auch schon auf dem Prüfstand bei Klaus Sauer in einer LIMA getestet und hatte die Ladespannung auf 14,5 Volt geregelt. Nachfolgend noch ein Bild vom Bildschirm der Elektroniksimulation. Q2 muss jedoch ein Leistungstransistor mit mindestens 2 A Belastbarkeit sein. Q1 kann ein Schalttransitor mit 500mA Belastbarkeit sein. Ebenso fehlt hier noch die Freilaufdiode die hinter die Erregerwicklung nach B+ geschaltet werden muss.


Programm für den Projekttag am  21.12.2015

 

Gruppe Motor: Einbau der neuen Simmerringe und Einbau der neuen Dichtung der Wartungsöffungen und Ventildeckel.

 

Gruppe Achse: weiter Aufbau der Vorderachse mit den lackierten und neuen Teilen.

 

Gruppe Karosserie: Sortierung und Vorbereitung der abgebauten Teile für den Einbau

 

Gruppe Elektrik: Bau eines Drehstromreglers mit Elektronikbauteilen und Test mit variabler Spannungsquelle und Lichtmaschinenprüfstand. 

 

16.12 2015 Transport des lackierten Motors und die Schule

15.12. 2015 Abholung des gestrahlten Motors bei Fa. Schmidt und Transport zum FHF Clubkollegen Billmeier.

                      Dort Lackierung mit eine temeraturfesten Speziallack Farbe schwarz.


12.12.2015 "Trockeneis Strahlen" des Motorraums bei Fa. Schmidt in Walldorf.

 

Um den Motorraum optimal für die Lackierung vorzubereiten wurde die Oberfläche mit CO2 in Form von Trockeneis gestrahlt. Trockeneis hat, speziell für den Motorraum, den Vorteil, dass keine Rückstände vom Strahlmittel zurückbleiben und dieses Verfahren mobil, z.B. wie hier in der Waschhalle der Firma Schmidt durchgeführt werden kann.

Weiterer Vorteil ist es, das das Strahlmittel Trockeneis in der Härte nicht so hart ist wie Sandstrahlen. Kabel oder die Bremsleitungen werden  nicht angegriffen, so dass auch im Nahbereich um sie herum gestrahlt werden kann.

In den nachfolgenden Bildern sieht man Hubert in der Waschhalle und jeweils ein Bild vor und nach dem Strahlen im Motorraum. Der schwarze Lack im Motorraum, der wohl nachträglich beim Umlackieren des Fahrzeuges auf die Farbe rot aufgebracht wurde, konnte weitgehend entfernt werden. Die darunterliegende Orginal - Grundierung blieb jedoch haften. Dies ist eine optimale Vorbereitung für die Lackierung des Motorraums in der Orginalfarbe.

Der Motor wurde ebenfalls gestrahlt. Dies ist ebenfalls nur mit dem Strahlmittel Trockeneis möglich da andere Strahlmittel in den Motor gelangen und diesen zerstören könnten. Trockeneis ist gefrorenes CO2 und verdampft nach kurzer Zeit ohne Rückstände. Genaueres erläutert die folgende Website (http://www.stickstoff-service.de/trockeneisstrahlen/index.html - hier klicken )

Hier kann man weitere Anwendungsbeispiele sehen http://www.trockeneisstrahlen-bundesweit.de/ - hier klicken

Eine Einschränkung gibt es jedoch bei Trockeneis, gegenüber härteren Strahlmitteln. Rost wird nicht vollständig entfernt und benötigt noch nachgelagerte Behandlung mit einsprechenden Mitteln.

 


11.12.2015   Transport von "Hubert" zur Lackierung beim Autohaus Schmidt in Walldorf.


Die Karosseriearbeiten sind soweit abgeschlossen. Das Hilfsgestell für die Vorderräder ist angefertigt und angebracht. So kann das Fahrzeug gefahrlos aufgeladen und beim Lackieren rangiert werden. Vor der Lackierung wird am Montag ab 16:30 der Motorraum und der Motor "Stickstoff gestrahlt".

Bis zu den Weihnachtsferien erfolgt die Lackiervorbereitung und Grundierung. Diese muss bis nach den Weihnachtsferien aushärten. Danach erfolgt die Endlackierung. Wir hoffen, dass das Fahrzeug dann bis zum ersten Projekttag im neuen Jahr fertig ist und dann wieder aufgebaut werden kann.

Nachfolgend Bilder vom auf- und abladen.


Projekttag 07.12.2015

Priorität an diesem Tag hat wieder die Karosserie, da sie ja am 12.12.15 zur Firma Schmidt gebracht wird und dort gestrahlt und lackiert werden soll. Offen sind noch die Umbaumaßnahmen für die neuen Chromstoßstangen, die Abdeckungen für die Öffnungen im Kofferraum und das Einschweißen der Reparaturbleche vor den hinteren Radläufen.


Wichtig für den Transport ist auch die Hilfskonstruktion für die Vorderräder mit drehbaren Schwerlastrollen. Diese wird an die Motoraufhängung geschraubt. Damit  kann das Fahrzeug dann auf einen Transportanhänger verladen und beim Lackieren bewegt werden.  

Nachfolgend oben links ein Bild davon, schon im angebauten Zustand. Rechts daneben die Deckel im Kofferraum.

Unten links die angeschraubte, neue Vorderschürze für den Chromumbau und die angepassten neuen Blinker. Daneben die hintere Bremstrommel, die mit neuem Bremszylinder überholt wurde.


Der Motor wird am Samstag (12.12.15) zusammen mit der Karosserie zur Firma Schmidt gebracht. Dort wird beides "Stickstoff gestrahlt" und danach wird der Motor schwarz lackiert. Die Karosserie wird gespachtelt, grundiert und nach den Weihnachtsferien lackiert. Der Motor wird Anfang Januar fertig lackiert zurück in die Schule gebracht, wo dann der Zusammenbau beginnt.

Bei Klaus Sauer in der Werkstatt haben die Teammitglieder der FHF die Bremszangen poliert und den Reparatursatz von Limora eingebaut. Die sind 2 neue Kolben aus V2A-Stahl und die zugehörigen Dichtungen in denen der Kolben läuft. Diese können beim Zusammenbauen der Vorderachse eingebaut werden.


Die Lichtmaschine, die mit den Elektrikern zusammen bei Klaus Sauer demontiert wurde ist ebenfalls gereinigt, poliert und mit neuen Lagern versehen worden und kann nun ebenfalls wieder in das Fahrzeug eingebaut werden.


Nachfolgend die Projektdokumentation von Projekttag am 23.11.2015.

Bei Beginn des Projekttages um 7:50 Uhr hat Herr Vetter die Arbeitsgruppen eingeteilt. Priorität hatte dabei die Gruppe Karosserie, da das Fahrzeug nach dem nächsten Projekttag zum Lackieren gebracht wird. Im Bild links sieht man im Kühlergrill die Träger für die Aufnahmen der Stoßstange. Auf Grund des Umbaus auf Chromstoßstangen mussten die Aufnahmen der Stoßstangen umgebaut werden. Links wurden daher Teile des Trägers verkürzt (weggeschliffen).  Dies ist im nachfolgenden Bild im Detail zu sehen. Darunter ist links und rechts ein Blechträger (unten im Detail). Hier muss noch zum Anschrauben der Halter für die Cromstoßstangen ein weiteres Loch gebohrt werden. Links im Eck sieht man eine Aussparung. Hier muss noch ein Blech eingeschweißt werden, an dem Die Blinker befestigt werden.  


Die Gruppe Achskonstruktion hat im Team die zweite Priorität, da die Achse überholt und vorbereitet zum Einbau am ersten Projekttag im Januar zur Verfügung stehen muss. Zu diesem Termin ist die Karosserie fertig lackiert vom Autohaus Schmidts zurück geliefert. Die Gruppe Achse hat für ihre Arbeit eine Werkbank mit Schraubstock. Links im Schraubstock eingeschraubt sieht man die Lenkung. Hier war die Aufgabe diese zu endlacken, entrosten und polieren. Rechts auf dem Tisch sieht man die Achsträger.  Diese wurden fachgerecht zerlegt, die Lager gereinigt und entfettet und dann anschließend mit neuem Fett gefüllt. In den Bildern unten sieht man dies im Detail

 

Die Gruppe Elektro war morgens bei Klaus Sauer in der Werkstatt und hat die Lichtmaschine zerlegt und dabei die Wicklungen und Dioden durchgemessen. Die Widerstandswerte aller Wicklungen sind im Sollbereich. Es ist also keine durchgebrannt. Eine Drehstromlichtmaschine gibt auch mit einer defekten Wicklung noch Strom ab. Klaus Sauer wird noch die Lager austauschen und diese dann wieder zusammenbauen und prüfen. Dieser Vorgang wurde mit den Schülern an einer zweiten Lichtmaschine durchgeführt, bei der die Lager schon ausgetauscht sind, die jedoch noch nicht endgeprüft war. Eine vollständige Schulungsunterlage dafür gibt es bei Themen -> Elektro zum Download.

Nachmittags Urde von der Gruppe Elektro der Anlasser zerlegt. Siehe dazu die Bilder links und unten. Die Kohlen waren noch ok und er wurde gereinigt und neu gefettet.


Die Gruppe Motor hat den Krümmer, den Ventildeckel und die Wartungsdeckel abgebaut. Diese sollen ebenso wie der Motor noch zusammen mit dem Motor mit Stickstoff gestrahlt werden.

Danach wurde die zwei Simmerringe am Getriebe vorne und hinten erneuert. Die zwei Simmerringe des Motors können erst nach dem Strahlen erneuert werden. Zusammen mit den neuen Dichtungen der Deckel sollte der Motor dann dicht sein und kein Öl mehr verlieren.



Ebenfalls bei Gerd-Uwe in der Halle haben wir die Bremszangen auseinandergebaut. Man kann die Kolben mit Druckluft herausdrücken. Dazu muss man zuerst ein flachen Stück Holz innen zwischen die Kolben legen. Dies, damit der eine Kolben nicht beim plötzlichen Herausrutschen den anderen Kolben beschädigt und dieser dann nicht mehr montiert werden kann oder die Gummidichtung beschädigt. Dies ist im Bild links schon erfolgt. Die Kolben sind schon fast aus der Bremszange heraus. Da letzte Stück geht dann ohne Holz. Als Dichtung zwischen Druckluftpistole und Anschlussgewinde Bremsschlauch dienst hier umwickeltes Klebeband. Es dichtet und schützt das Gewinde. Können die Kolben nicht mit Druckluft herausgedrückt werden und sitzen fest, kann man noch versuchen schräg mit einem Schaubenzieher innen  in den Kolben (keine Funktionsfläche) zu klopfen. Drückt die Druckluft den Kolben dann immer noch nicht aus, so sitzt er fest und es ist am sinnvollsten sich eine neue Bremszange zu besorgen.

Im Bild links ist dann der eine Kolben ausgedrückt und kann entnommen werden. Jetzt müssen beiden Zylinder auseinandergeschraubt werden (siehe Schrauben unten).

Wie auf dem Bild links zu erkennen ist, war die Überholung der Bremszangen dringend notwendig. Die Bremsflüssigkeit ist schwarz und man kann griesförmige Partikel darin erkennen. Wahrscheinlich sind es Rostpartikel. Die Bremszange war vorher zwar noch dicht aber die Partikel sind eine große Gefahr für die Gummidichtungen.  

Links im Bild ist einer der Kolben zu sehen. Oben, dies ist die Innenseite des Kolbens, sind schon starke Rostspuren zu sehen, die nach außen hin nachlassen. Die Rostspuren dürften beim Ausdrücken die Dichtungen beschädigt haben, so dass diese, ebenso wie der Kolben selbst ersetzt werden muss. Zylinder ohne sichtbare Rostspuren können, wenn sie poliert wurden, wieder verwendet werden. Es ist jedoch unbedingt ein neuer Dichtungssatz einzubauen.  

Das Bild zeigt den Bremszylinder. Auf der Lauffläche sind Ablagerungen zu erkennen. Rechts (Außen) sind die beiden Dichtungen, die ersetzt werden müssen, zu erkennen. Die Ablagerungen müssen poliert werden. Das geringe Spiel, das dabei entsteht ist kein Problem, da die Bremsflüssigkeit und damit der Öldruck bis zur inneren Dichtung reichen. Die Kolben werden also hinten durch den Öldruck geführt und müssen nicht absolut spielfrei sein. 

 

Die Polierarbeiten werden von Klaus Sauer durchgeführt.

Bei Fa.  Limora gibt es einen Dichtsatz Bremszange, der außer den Dichtungen 2 neue Bremskolben enthält.

Dies ist aufgrund der obigen Begutachtung bestimmt die optimale Reparaturlösung.


Letzte Woche hat uns Gerd-Uwe Sauer in seiner Halle die getrahlten Karosserieteile lackiert.

Gerd-Uwe ist Mitarbeiter der Anwendungstechnik / Lackiertechnik in einer Firma, die automatische Lackieranlagen für Dosen und ähnliche kleinere Teile herstellt. Er ist also vom Fach. Neben der Halle hat er sich einen kleinen Spritzstand eingerichtet in der mittelgroße Teile lackiert werden können. Wie im Bild links ersichtlich müssen diese dazu aufgehängt und vorher gut erwärmt werden. Dies ist wichtig damit der Lack schnell trocknet und nicht läuft ("Rotznasen"). Zuerst wurden  die Teile mit einem 2 Komponenten Epoxidharz grundiert. Nach der Trocknung wurden sie mit einem schwarzen 2 Komponenten Lack fertiglackiert. Nachfolgend noch einige Bilder davon. 



Am 17.11.15 waren Dr. Balzer und ich (Pojektkoordinator FHF) beim Autohaus Schmidt in Walldorf um die Vorgehensweise bei der Lackierung abzuklären.


Hier wurde uns die neue, hochmoderne Lackieranlage gezeigt. (hier Link zur Lackieranlage Fa. Schmidt)

Die Größe und die Sauberkeit der Anlage hat uns beeindruckt. Unter anderem steht dort auch ein Fiat X1/9 Spider Oldtimer, der gerade mit Filler vorlackiert war.
Wir denken, dass wir dort bezüglich Lackierung gut aufgehoben sind.

Danach haben wir mit Herrn Schmidt die weitere Vorgehensweise besprochen. Das Strahlen des Motorraums kann bei Fa. Schmidt in der Waschhalle erfolgen (an einem Samstag Vormittag). Wir brauchen das Fahrzeug daher nicht an einen andern Ort transportieren. Herr Schmidt hat uns überzeugt, dass es das Beste ist, das Fahrzeug ohne Motor und Achse zu lackieren. Damit das Fahrzeug beweglich ist, sollte ein Hilfsrädergestell geschweißt werden, das an die Aufhängung des Motorunterträgers geschraubt werden kann. 2 Schwerlastrollen (Lenkrolle) an der Stelle der Vorderräder dienen dem sicheren Rangieren beim Transport und der Lackierung  Dr. Balzer hat angeboten eine solche Vorrichtung in der Schule anfertigen zu lassen.

Bezüglich Terminen haben wir folgendes vereinbart.

Das Fahrzeug wird am 4. Oder 5. Dezemberbei Fa. Schmidt angeliefert. Am 5. Dezember kann dann in der Waschhalle das mobile Stickstoffstrahlen erfolgen. Der Termin dazu ist schon reserviert.  


Fa. Schmidt führt alle Arbeiten die notwendig sind durch, dies sind Spachteln Schleifen, vorlackieren und Endlackieren. Der Filler muss mindestens 14 Tage trocknen. Deshalb wird noch vor Weihnachten vorlackiert und nach Weihnachten endlackiert. Wenn es gut läuft haben wir das Fahrzeug zum ersten Projekttag im Januar. Wenn nicht, werden wir das Fahrzeug vor dem 2. Projekttag im Januar holen und eventuell schon mit Teammitgliedern der FHF und Freiwilligen der Gruppe Achse nachmittags mit dem Einbau der Achse beginnen. Am zweiten Projekttag im Januar sollte dann der Motor rein und mit Hochdruck der Einbau der ausgebauten Teile vorangetrieben werden.


Bilder vom Stand am 9.11.15

Das Fahrzeug ist weitgehend zerlegt. Links der Motorraum der nun noch mit Stickstoff gestrahlt (gesäubert) werden muss, bevor er in der Orginalfarbe sunset Orange lackiert werden kann. Die Orginalfarbe ist unten links im Motorraum am Anschluss des Motorträgers zu sehen.

In den nachfolgenden Bildern ist die demontierte Karosserie und die demontierten Türen und Hauben zu sehen.

Auch hier kann man an der Innenseite die Orginalfarbe sehen.


Links ist das Bild des linken Achsschenkels zu sehen. Die Achskonstruktion ist schmutzig und leicht angerostet. Der Bremssattel aus Aluminium ist oxidiert und unschön. Die Achskonstruktion muss nun auseinandergebaut und die Teile gereinigt werden. Stufe 1 ist dabei das Abstrahlen mit einem Dampfstrahler. Danach müssen die Metallteile zum Strahlen gebracht werden. Hier gibt es ein Clubmitglied der FHF, die Firma Poliwoda in Eichelberg, die solche Arbeiten ausführt. In den nachfolgenden Bildern zuerst noch die unbearbeiteten Teile und danach in dem Korb die gestrahlten Teile. Diese sind sauber und hellmatt glänzend und eigentlich nicht direkt als Eisenteile zu erkennen, eher sieht es aus wie Aluminium.

Die Oberfläche ist jedoch dabei groß so dass der Lack gut haften kann.

Die ersten 3 Projekttage sind hier leider sehr spärlich dokumentiert, da das Dokumentationsteam noch in die Bearbeitung der Homepage mit Jimdo eingearbeitet wurde. Die entsprechenden Projekttage sind sind jedoch auf der Homepage der Freund historischer Fahrzeuge entsprechend dokumentiert. (hier klicken)

Nachfolgend aber die Arbeiten in kurzer Aufzählung.

 

Aufbocken des Fahrzeuges auf einen Hubtisch

Demontage der Räder

Demontage der Bremstrommeln. Es wurde dabei festgestellt , dass die Bremszylinder fest sind. Dies war wohl der Grund für die geringe Bremsleistung.

Erstellung eines Kompressionsdiagramms. Hier keine negativen Anhaltspunkte

Abbau der Auspuffanlage

Ausbau des Motors mit Getriebe

Abbau der Aggregate

Trennen von Motor und Getriebe

Abbau der Kupplung

Ausbau des Verdecks

Ausbau der gesamten Innenverkleidung

Abbau Motor- und Kofferraumhaube

Abbau der Türen

Ausbau der Vorderachse

Zerlegen der Vorderachse

 


Eine wichtige Frage war, da das Fahrzeug lackiert werden musste, die Farbgebung. Hier scheiden sich die Geister, da die Farbe ein subjektives Empfinden jedes einzelnen ist. In der Gruppe "Links zur INFO -> Bilder und Farben" sind vielfältige Links zu den Orginalfarben mit Farbbeispielen und Bildern.


16.9.2015 Fahrzeugbegutachtung durch das Gesamtteam bei Bernd (FHF) in der Halle. Nachfolgend das Ergebnis nach den Punkten der Checkliste